Meine Abenteuer in Eve Online

[Guide] Hacking-Minigame für Fortgeschrittene

Nachdem ich ein wenig Bildmaterial gesammelt habe, indem ich eine größere Tour (300 Sprünge+) durch diverse Carebear-HQs (Catch, Delve, Fountain, !Deklein!) machte, kann ich ja jetzt meinen Guide starten.

Ich sollte nochmals erwähnen, dass ich von nichts anderem reden werde, als vom Hacking-Minigame. Ich gehe davon aus, dass ihr alle anderen Faktoren zur Genüge kennt und ihr deshalb euch auf das Minigame konzentrieren wollt, um eine höhere Erfolgschance zu haben. Habt ihr euch aber noch nicht vorbereitet, dann lest Guides wie die von meinem Bloggerkollegen Gramek oder die Guides von Schildwall.info.

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Hier erst nochmal eine Legende zu den verschiedenen Objekten:

firewall

Firewall Nichts Besonderes, hat nur viele HP, aber dafür wenig Schaden.

antivirus

Anti-VirusWeniger HP, dafür deutlich mehr Schaden. Kann aus Datenzwischenspeicher auftauchen.

wiederherstell

Wiederherstellungsnode Verstärkt ein zufälliges Defensivsubsystem um 20 HP. Kann ab Stufe 3 aus Datenzwischenspeicher auftauchen.

unterdrueck

Virus-Unterdrücker – Euer Todfeind. Reduziert euren Schaden um 15 Punkte bis zu einem Minimum von 10 Punkten. In Verbindung mit der Wiederherstellungsnode extrem gefährlich. Kann ab Stufe 4 aus Datenzwischenspeichern gefunden werden.

repair

Selbstreparatur  Heilt euch 3 Runden lang um einen zufälligen Wert. Wert steigert sich mit der Stufe des Containers. Aktivierung gilt als Zug. Kann aus Datenzwischenspeicher auftauchen.

rot

Systemkernverfall Halbiert die derzeitigen HP eines ausgewählten Defensivsubsystems oder des Kerns. Aktivierung zählt nicht als Zug, Anwendung auf ein Ziel dagegen schon. Kann aus Datenzwischenspeicher auftauchen.

shield

Polymorphes Schild – Verhindert bei 2 Angriffen auf Defensivsubsysteme den eventuell einkommenden Schaden. Aktivierung gilt nicht als Zug. Kann ab Stufe 3 aus Datenzwischenspeicher auftauchen.

vektor

Sekundärer Vektor – Gegenpart zum Virus-Unterdrücker. Verringert die HP des Ziels 3 Runden lang um jeweils 20 Punkte. Aktivierung zählt nicht als Zug, Anwendung auf Ziel dagegen schon. Kann ab Stufe 4 aus Datenzwischenspeicher auftauchen.

data

Datenzwischenspeicher – Enthält entweder Defensivsubsysteme oder Unterstützungssubsysteme.

coregreen

Systemkern – Das Ziel und der Schlüssel zu unserem wohlverdientem Loot.

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Als Erstes fange ich mit den 5 goldenen Regeln an:

I. Mit Geduld und Ruhe vorgehen.

II. Das Ziel befindet sich in der Regel auf der anderen Seite des Feldes.

III. 2 Felder um den Startpunkt herum, können keine Defensivsubsystem auftauchen.

IV. Defensivsubsysteme solange wie möglich vermeiden.

V. Datenzwischenspeicher fast immer unberührt lassen.

Warum sind das goldene Regeln? Im Grunde sind sie die wichtigen Tipps, die vor allem allgemein gehalten sind. Ich will mal jede einzelne Regel erklären, bevor ich mit den Schwierigkeitsgraden oder Stufen fortfahre.

I.  Wenn man zu schnell klickt, kann es passieren, dass man den Systemkern freilegt und gleich darauf das nächste Feld anklickt wo ein Defensivsubsystem ist, das im schlimmsten Fall den Versuch scheitern lässt. Oder man klickt auf ein neues Feld ausversehen zweimal an und erleidet plötzlich unnötigen Schaden, obwohl man das Defensivsubsystem hätte umgehen können. Außerdem sollte man sich in Ruhe seine Optionen anschauen, falls es nicht gut läuft.

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II. Mit geschätzten 70-80% Wahrscheinlichkeit befindet sich der Systemkern auf der anderen Seite des Feldes am Rand. Ein Beispiel:

2014.03.01.06.58.10

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III. Die dritte Regel ist ein Fakt. In über 1000 geknackten Container habe ich noch nie ein Defensivsubsystem um dem Startpunkt gesehen. Der Systemkern kann mal verbuggt sein und steht in diesen 2 Feldern Radius, aber das ist extrem selten. Auch hier ein Beispiel:

2014.03.02.10.29.33

Anekdote incoming: Ich bin grad am Schreiben dieses Guides und gleichzeitig in Catch unterwegs, da finde ich tatsächlich einen Container der direkt nach dem Startpunkt ein Defensivsubsystem hat und hinter diesem befand sich der Systemkern …

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IV. Diese Regel ist einfach nur eine Empfehlung. Ich versuche möglichst auf die andere Seite des Feldes zu kommen und vermeide Schaden, bis ich entweder den Systemkern gefunden habe oder bis es nicht mehr weitergeht und ich mehrere Defensivsubsysteme zerstören muss.

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V. Auch das ist nur eine Empfehlung. Datenzwischenspeicher können sich lohnen, wenn auch Unterstützungssubsysteme droppen. Aber ab Stufe 3 werden die Speicher zu gefährlich, da neben den Anti-Viren, die man bei abgelegenen Speichern unbeachtet lassen kann, auch die Wiederherstellungsnodes erscheinen können, die wichtige Defensivsubsystem nur unnötig stärken würden. Datenzwischenspeicher nur öffnen, wenn ihr den Systemkern schon aufgedeckt habt, aber nicht genug HP habt, um ihn zu zerstören. Dann interessieren euch die Defensivsubsysteme auch nicht mehr.

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Kommen wir zu den verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Ich erzähle dabei meist spezifische Tipps, die sich auf die jeweilige Stufe beziehen, aber auch auf die höheren Stufen angewendet werden können.

1 – Faction Debris

Dazu muss ich wohl nichts sagen. Diese Stufe dient praktisch nur zum Einstieg und ist kinderleicht. Schafft ihr es trotzdem nicht, steht ihr entweder extrem auf dem Schlauch oder ihr seit kurz davor, Eve zu gewinnen.

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2 – Faction Rubble

Mit dem T2-Analyzer (nachfolgend als T2-A benannt) kein Problem, kann man doch das komplette Feld mühelos aufmachen. T1-Analyzer (nachfolgend als T1-A benannt) kann manchmal Probleme haben, wenn sich zuviele 50/20 Firewalls auf dem Weg zum Systemkern tummeln. T2-A kann dagegen sogar die 40/40 Antiviren mit nur einem Treffer und daher auch unbeschadet schlagen.

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3 – Faction Remains

Hier wird es schon deutlich schwieriger, da wir mit der Wiederherstellungsnode einen nervigen Gegner dazubekommen haben. Konnten wir vorher noch alle Defensivsubsystem ignorieren, müssen wir jetzt die Wiederherstellungsnodes als Erstes zerstören, bevor wir weiter machen.

T2-A machen mit den Firewalls kurzen Prozess und zerstören die 80 HP mit nur 2 Treffern. T1-A müssen da schon 3 mal draufhauen. Genauso sieht es auch mit den 80/20 Firewalls aus, wobei T2-A auf dieser Stufe schon fast bedenkenlos solche Firewalls direkt beim Auftauchen zerstören können.

Wenn ihr euch entscheiden müsst, ob ihr eine 80/20 Firewall oder ein 50/40 Anti-Virus mithilfe eines Unterstützungssubsystems zerstören müsst, dann nehmt immer das Anti-Virus, da T2-A beim Angriff auf die Firewalls eh nur 20 Schaden nehmen würden und T1-A für eben jene Firewalls 3 Treffer bräuchten.

Das möchte ich nochmal etwas klarer aufzeigen: Angenommen ihr hättet ein Systemkernverfall parat, dann könntet ihr mit euren 30 Schadenspunten ein Anti-Virus, ohne Schaden zu nehmen, zerstören. Eine Firewall hätte stattdessen aber immer noch 40 HP übrig, ihr würdet also 20 Schadenspunkte in Kauf nehmen müssen.

Ihr solltet vor allem bei dem Minigame mitdenken. Im folgenden Bild ist eine typische Situation zu sehen, die schnell zu einem groben Fehler verleiten kann. Im Bild ist auch gleichzeitig die Lösung angezeigt (man beachte die gleichmäßigen Pfeile)

2014.03.01.20.27.28

Angenommen man möchte möglichst viele Nodes öffnen, denn dann darf man nicht die Mitte öffnen. Wenn sich dann ein Defensivsubsystem darin befindet, werden alle Felder gesperrt. Man sollte lieber am Rand entlang gehen, sodass man im Notfall auf der anderen Seite am Rand entlang gehen kann, um Nodes zu öffnen.

Genau genommen könnte man sagen, dass man „platzsparend“ laufen sollte. Wie man schon in dem Bild bei der zweiten goldenen Regel sehen kann, versuche ich immer auf den direktesten Weg zum anderen Ende des Felds zu kommen. Und das immer möglichst am Rand …

Um beim Thema „Mitdenken“ zu bleiben, sollte man sich genau überlegen, welches Defensivsubsystem man zerstört, wenn man nicht auf die andere Seite des Felds gelangt, weil man schon alle Optionen ausgeschöpft hat, während man Schaden vermieden hat.  Bedenkt man, dass sich Defensivsubsystem bevorzugt um den Systemkern scharen, dann wählt man meist lieber das System aus, was am ehesten am Ende des Felds liegt.

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4 – Faction Ruins

Kommen wir zur Königsklasse. Wir bekommen einen neuen Gegner dazu, nämlich den Virus-Unterdrücker, der uns des Öfteren die Nerven kosten wird. Er taucht meist im schlechtesten Zeitpunkt auf und vermiest uns die Tour und damit den Versuch bzw. der Container „fliegt in die Luft“.

Auch für T2-A wird die letzte Stufe kein Kinderspiel sein. Als T2-A versucht man alle Wiederherstellungsnodes und Virus-Unterdrücker direkt bei Auftauchen zu zerstören. Konnte man auf Stufe 3 die Firewalls noch problemlos zerstören, sollte man sie auf Stufe 4 lieber vermeiden, da man sie nicht mehr mit 2 Treffern zerstören kann (Firewall besitzt jetzt 90 HP statt 80) und so ganze 40 Punkte Schaden reingedrückt bekommt.

Bei T1-A wird die Sache nochmal kniffliger. Wiederherstellungsnodes zerstört man wie gehabt direkt beim Auftauchen. Virus-Unterdrücker sollte man lieber nur mit Unterstützungssubsystem angehen, um HP zu sparen. Allgemein sollte man mit dem T1-A sehr vorsichtig vorgehen und auch damit rechnen, dass man hin und wieder den Container nicht geknackt bekommt, auch wenn man alles richtig gemacht hat.

Wenn man nur noch wenig HP besitzt und es zuviele Wiederherstellungsnodes und Virus-Unterdrücker schon im Spiel gibt, dann kann man nur noch versuchen, auch diese zu ignorieren und den Systemkern zu finden, während alle Defensivsubsysteme extrem verstärkt werden. Nicht selten habe ich so doch noch den Systemkern gefunden und konnte ihn mit Unterstützungssubsystemen knacken. Vor allem hier sei euch nochmal angeraten, geduldig zu sein.

Nichts ist ärgerlicher, den Systemkern dann doch noch zu finden, aber man klickt zu schnell auf die nächste freie Node und der Systemkern wird gesperrt.

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Tipps zu den Unterstützungssubsystemen:

Selbstreparatur Stufe 1 – 3, immer sofort einsetzen, aber auf Stufe 4 gibt es einen extrem unwahrscheinlichen Fall, wo eine Selbstreparatur nützlich ist, wenn man sie denn aufgespart hat. Es kann nämlich vorkommen, dass man einen Virus-Unterdrücker mit einem sekundären Vektor zerstören muss, aber man hat nicht genug freie Nodes über, damit die 3 Züge gefahrlos vorübergehen.

Die Aktivierung der Selbstreparatur zählt aber als Zug und so riskiert man einmal weniger ein weiteres Defensivsubsystem zu aktivieren. Aber seien wir mal ehrlich, wer das als letzten Ausweg sieht, ist eh kurz davor den Container in die Luft zu sprengen.

Systemkernverfall Schwächt jedes Anti-Virus, sodass man es gefahrlos zerstören kann, während es bei Firewalls und Wiederherstellungsnodes eher wenig Sinn ergibt, den Verfall einzusetzen. Trotzdem immer noch stark gegen den Systemkern und gegen Virus-Unterdrücker.

Polymorphes Schild – Funktioniert prima gegen Firewalls, aber noch besser gegen Anti-Viren, weil man mit einem Schild 2 Anti-Viren zerstören kann. Das immer bei einer Entscheidung beachten (Anti-Virus > Firewall).

Ist gegen Wiederherstellungsnodes verschwendet und hat die gleiche Effektivität gegen Virus-Unterdrücker wie der Systemkernzerfall, solange man einen T1-A benutzt. T2-A könnten mit einem Schild den Unterdrücker ohne Schaden zerstören.

Sekundärer Vektor – Wie ich schon erwähnte, ist der Vektor der Gegenpart zum Virus-Unterdrücker und wird auch so eingesetzt. Wenn man einen also findet, dann spart man ihn für einen Unterdrücker auf.

Erst wenn der Systemkern praktisch schon in greifbarer Nähe ist oder wenn man keine andere Wahl hat, dann kann man den Vektor einsetzen. Aber der sekundäre Vektor ist nunmal wie für den Unterdrücker geschaffen.

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So das war erstmal das, was mir eingefallen ist. Ich habe unter Garantie wieder ein paar Sachen vergessen, die ich aber ja auch später einfügen kann.

Sagt mir, was ihr zum Guide selbst und auch was ihr zu dem Layout des Guides denkt. Ich hab nämlich das Gefühl, dass die Farben etwas zu aufdringlich sind. Vielleicht ändere ich das noch^^

Ich hätte vor allem lieber mehr Abwechslung in der Gestaltung, aber das Meiste sind vor allem meine Gedanken, nur auf digitales Papier gebracht. Der ein oder andere wird vielleicht noch etwas Erwähnenswertes wissen, das darf derjenige auch gern in den Kommentaren schreiben.

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3 Antworten

  1. Pingback: Ein halber Roman | exanos3

  2. Anonymous

    Ein sehr hilfreicher Guide. Der Blog bzw. Eintrag ist ja auch auf anderen deutschen Explorer Seiten verlinkt.

    Januar 28, 2017 um 3:00 am

  3. Lora

    Sehr gut geschriebener Guide, Danke dir schonmal dafür.
    Nur ein Fehler ist mir hier aufgefallen: Du schreibst man sollte keine Knoten öffnen die in der Mitte Liegen, da sie alle angrenzenden Knoten blocken würden falls etwas schädliches drin ist. Tendenziel kein schlechter Gedanke wäre da nicht die rule of 6’s!

    Die Regel besagt, dass wenn ein Knoten 6 andere Knoten hat ist dieser niemals ein schädlicher, ausser der Systemkern befindet sich in einem der 6 angrenzenden Knoten.

    Daraus folgt das viele gute Explorer genau das Gegenteil machen was du hier vorschlägst, also erstmal alle Knoten durchklicken die von 6 anderen umschlossen sind und sich dann erst anhand der Hinweis Zahlen durchsuchen, da man, falls man auf ein negatives System stößt sich sicher sein kann wo der Kern dann zu finden ist.

    Lg Lora

    November 15, 2017 um 8:50 pm

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